Objekte verbinden mit der eigenen Religion?

Sabine, 57, Hausfrau:

Für mich ist ein Gegenstand ein religiöses Objekt, wenn er Menschen dabei hilft, ihre Religion auszuüben, bzw. ihren Glauben zu leben. Beispielsweise eine Gebetskette, wie es sie im Islam oder Christentum gibt, oder eine Statue oder ein Kreuz, wovor man betend verweilen kann.

Es sind Gegenstände, die dem Gläubigen aktiv, oder auch bei nicht ständiger Benutzung, z.B. als Dekoration in seinem Zuhause, einen andauernden Kontakt und eine Verbindung mit seiner Religion bzw. Gott ermöglichen können und nicht nur auf den Bereich eines Gotteshauses beschränkt sind.

Ich empfinde Kultgegenstände, die z.B. in einer Kirche in Gebrauch sind, nicht als „heiliger“ als solche, die privat von gläubigen Menschen benutzt werden. Solche Dinge können (mir) Kraft und Trost geben und sind meiner Meinung nach sogar nach längerer Zeit mit spiritueller „Energie“ aufgeladen. Ich kenne ältere Damen, die seit Jahrzehnten mit demselben Rosenkranz beten, z.T. schon seit ihrer Kindheit oder Jugend im Krieg.

Eine angemessene und respektvolle Präsentation religiöser Objekte in einem Museum stellt für mich auf jeden Fall eine Aufwertung dar. Man wird sich bewusst, wie wichtig der Menschheit seit Jahrtausenden diese Dinge sind und lernt sehr viel über andere Religionen.

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