Bericht zur Online-Tagung

“Religious Materials: Emic Perspectives – Etic Constructions – Museum Classifications”

03.-05. Juni 2021

Bericht von: Sarah Irini Zitzelsberger, Anna Roark und Ramona Jelinek-Menke*

(Bericht als pdf Download)

Unter dem Titel „Religious Materials: Emic Perspectives – Etic Constructions – Museum Classifications“ fand vom 03.-05.07.2021 die Abschlusskonferenz des interdisziplinären Projektverbunds „Dynamiken religiöser Dinge im Museum“ (REDIM) statt.** Ziel der Konferenz war es, die Forschungsergebnisse des seit 2018 bestehenden und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektverbunds der internationalen Fachgemeinschaft und der interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren sowie die Ergebnisse zur Diskussion zu stellen. Gleichzeitig sollte ein Forum für den internationalen und interdisziplinären Austausch über das vielschichtige Thema „religiöse Dinge im Museum“ geschaffen werden. Damit greift die Arbeit des Verbunds u.a. das in der Wissenschaft stark gewachsene Interesse an materieller Kultur auf und berührt gleichzeitig die aktuelle und breit geführte Debatte um die Geschichte von und den Umgang mit den Beständen von ethnographischen Museen im globalen Norden. Mit dem Fokus auf religiöse Dinge bringt der Verbund einen speziellen Aspekt in diese Debatte ein. Ursprünglich als Präsenzveranstaltung geplant, wurde die Tagung pandemiebedingt digital durchgeführt und konnte vielleicht gerade deshalb dem Anspruch, die Internationalität der Debatte zu fördern sowie konstruktiv und nachhaltig zu ihr beizutragen, gerecht werden.

Eröffnet wurde die Tagung durch die Sprecherin des Verbunds Prof.in Dr.in Edith Franke. Darauf folgten die Grußworte von Prof. Dr. Michael Bölker, dem Vizepräsidenten für Forschung und Internationales der Philipps-Universität Marburg sowie von Prof. Dr. Claus-Dieter Osthövener vom Zentrum für interdisziplinäre Religionsforschung (ZIR), an dem das REDIM Projekt angesiedelt ist. Die Redner:innen betonten u.a. die Bedeutung des internationalen Austauschs und die Relevanz, materielle Objekte in der Religionswissenschaft und der religionsbezogenen Forschung in den Blick zu nehmen.

Im Anschluss an die Eröffnung der Tagung folgte die erste Keynote. Prof.in Dr.in Beinhauer-Köhler, Projektleiterin bei REDIM, begrüßte Prof.in Dr.in Sonia Hazard vom Department of Religion der Florida State University. Sonia Hazard fokussiert in ihrer Arbeit vor allem auf Religion in der frühen Geschichte der Amerikanischen Staaten, materielle Texte und die Geschichte des Buches, materielle, visuelle und sensorische Kultur, die Entwicklungen des Evangelikalismus im Zeitraum vor dem amerikanischen Bürgerkrieg, theoretisch und methodisch fokussiert sich Frau Hazard besonders auf Ansätze des New Materialism.

Der Titel von Sonia Hazards Vortrag lautete „The case of the ‚Gold plates‘: How ordinary material objects sparked a religious revolution”. In ihrem Vortrag ging Hazard der Frage nach, ob Joseph Smith, der Gründer des Mormonentums, wirklich goldene Platten gefunden habe. Sie beleuchtete dafür die Frage nach den Platten – den zentralen materiellen Artefakten der wohl berühmtesten einheimischen Religion Amerikas – in den Perspektiven des new materialism und der Akteur-Netzwerk-Theorie neu. Hazard kam dabei zu dem Schluss, dass Smith (und möglicherweise eine Gruppe von Zeugen) eventuell tatsächlich ein prägendes physisches Erlebnis mit einem Satz Tafeln hatte. Diese Begegnung war mitverantwortlich für die Entwicklung des Mormonentums. Bei diesen Platten könnte es sich entweder um Stereotypieplatten oder um Kupferplatten gehandelt haben, die im 19. Jahrhundert in den Vereinigten Staaten häufig für den industriellen Druck von Büchern verwendet worden waren. Des Weiteren nahm Hazard ihre historische Untersuchung zum Anlass, auf theoretischer Ebene darüber nachzudenken, welche Auswirkungen es auf die Religionswissenschaft hat, wenn das Konzept der agency auf nichtmenschliche Akteure ausgeweitet wird. Dafür bezog sie sich auf emische Theorien religiöser Traditionen, die von Kräften ausgehen, die über die des Menschen hinausgehen und zeigte, wie diese für wissenschaftliche Konzeptionen anschlussfähig werden können.

In der anschließenden Diskussion wurde unter anderem auf die Bedeutung von Objekten in der Forschung ohne Forschungssubjekte/Gesprächspartner:innen eingegangen, mögliche zukünftige Ausstellungen von mormonischen Objekten in Museen und die Rolle von emischen Perspektiven in materiellen Realitäten eingegangen. Damit war ein einleitender Rahmen gegeben, in dem die Panelist:innen aus Brasilien, Deutschland, Ghana, Iran, den Niederlanden, Österreich, Russland und der Schweiz ihre Diskussionsbeiträge verorten konnten.

Der zweite Tagungstag begann mit dem Panel I „Religion in the museum. Making the invisible visible“. Das Panel wurde moderiert von Dr.in Ramona Jelinek-Menke, Postdoktorandin in der Religionswissenschaft an der Philipps-Universität Marburg und Koordinatorin von REDIM. Die Beiträge des Panels behandelten vor allem den aktuellen Umgang mit Objekten und Ritualen in Museen und unterschiedliche Deutungen dieser, in denen sich die Unterscheidung in emische und etische Perspektiven kaum aufrecht erhalten lässt.

Elena Romashko M.A. befasste sich in ihrem Beitrag damit, wie religiöse Artefakte verwendet werden, um die Geschichte der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl und der anschließenden radioaktiven Verseuchung zu erzählen. Unter Verwendung des material religion-Ansatzes untersuchte sie die Erfahrungen der Menschen, die mit der Kontamination in Belarus und der Ukraine nach der Nuklearkatastrophe konfrontiert sind.

Prof. Dr. Peter Bräunlein erläuterte seine Überlegungen zu den seiner Ansicht nach neu erfundenen Museumsritualen, die sich im Zuge einer postkolonialen Selbstbefragung und der Öffnung der Museen für einen ritualisierten Umgang mit Objekten entwickelt haben.

Dr. Mirko Roth stellte das Konzept „Sensescape“ für die museale Gestaltung vor und ging dabei u.a. den Fragen nach, wodurch sich Sensecapes im Museum im Speziellen auszeichnen und welche Rolle religiöse Objekte in diesen einnehmen.

Dr.in Dagmar Schweitzer de Palacios erläuterte, wie im Fall des tõ-mombú, einer rituellen Kampfkeule der Aché, einer ehemals nomadischen Volksgruppe in Paraguay, sich die komplexe Bedeutung von Objekten in ethnografischen Sammlungen hinter einem unprätentiösen Äußeren verbergen kann.

In der abschließenden Paneldiskussion wurden Überlegungen zur Erinnerungskultur in Museen angestellt. Es ging dabei auch um die Verknüpfung der Erinnerungskultur mit politischen Interessen. Eine andere Diskussion drehte sich um die Gefahr, aus „lebendigen Objekten“, welche im Herkunftszusammenhang mit reichem Wissen verknüpft sind, durch das Ausstellen ohne ausreichende Hintergrundinformationen in Museen zu „toten Objekten“ zu machen. Die Verknüpfung von Materialität und Sichtbarkeit und damit die Fähigkeit des Sehens (speziell im Museum, in dem man Dinge nicht anfassen, sondern nur anschauen darf) wurde beleuchtet.

Unter dem Titel „Meaning making. Collecting and collections“ fand das Panel II unter der Leitung von Dr.in Bärbel Beinhauer Köhler, Professorin für Religionsgeschichte an der Philipps-Universität Marburg und Projektleiterin bei REDIM, statt. Das Panel beschäftigte sich mit dem Thema der Museen, welche von religiösen Gemeinschaften gegründet wurden oder geführt werden, dem Sammeln und den Sammlungen als Praxen sowie der wissenschaftlichen Erforschung des Museums als religiösem Ort.

Tatjana Hering M.A. brachte ihre Perspektive zum Thema aus ihrer Forschung zum Hacı-Bektaş-Mu-seum in der Türkei ein. Es handelt sich dabei um einen Gebäudekomplex, der im 13. Jahrhundert ursprünglich als Derwisch-Hütte errichtet worden ist. Der Raum sei zwar neugestaltet worden, der ein-zigartige historische Hintergrund der ehemaligen Hütte präge jedoch noch heute die Museumsdynamik.

Dr.in Sara Kuehn forschte zum “Sufi-Museum”, das von der Inayati-Gemeinschaft eröffnet wurde, einer Religionsgemeinschaft, die sich der mystischen Sufi-Denomination des Islams zurechnet. Sie brachte ihre Erkenntnisse in Bezug auf religiöse Traditionen im privaten Museumskontext in das Panel ein.

Karolina Lisowski M.A. teilte ihre Erfahrungen aus der Kunstvermittlung im Museum Rietberg in Zürich. Die Kunstvermittlung nutzt die ausgestellten Objekte als Ankerpunkt, um die mit ihnen verbundenen Geschichten zu erzählen, oft unter Einbeziehung der Sinne und des Körpers der Teilnehmenden.

Dr. Ali Shahidi forscht zurzeit an einer Osmanische Ahnentafel in der Religionskundlichen Sammlung der Philipps-Universität Marburg und präsentierte seine Erkenntnisse zur spirituellen Vererbung im islamischen Sufismus und das Konzept der Silsila in Stammbaumrollen.

In der Diskussion am Ende des Panels wurde die Verwendung von bestimmten Begriffen angesprochen. Begriffe bringen eine oder auch mehrere Bedeutungen mit sich. Gerade deshalb ist es besonders wichtig diese sehr bewusst in Wissensvermittlungsprozessen zu wählen. Die Absicht, den Objekten, deren Entstehungs- und Nutzungskontexten gerecht zu werden, sollte hierbei im Mittelpunkt stehen. Die Rolle von Institutionen, welche die Macht über die Form der Ausstellungen innehaben sowie die grundsätzliche Frage nach dem Zuschaustellen oder dem Verstecken von Objekten wurden außerdem diskutiert.

Ein öffentlicher Vortrag fand unter dem Titel „Vorhang auf! Einblicke in die drei beteiligten Museen“ statt. Bei diesem stellten sich die am REDIM Projekt beteiligten Museen in kurzen Videos vor und eröffneten Einblicke in die aktuellen Ausstellungen. In der Diskussion im Anschluss mit den beteiligten Kurator:innen wurden unterschiedliche Perspektiven und Herangehensweisen deutlich. Die Ausstellungs- und Konzeptionsformen von Museen wurden kritisch beleuchtet und Bezüge zur Kolonialzeit angesprochen. Vor dem Hintergrund aktueller öffentlicher Debatten wurde klar, dass die Museumsgeschichte und Ausstellungspraktiken hinsichtlich der kolonialen Verstrickungen zu reflektieren sind. Offen blieb die Frage nach dem „richtigen Umgang“ mit Ausstellungsobjekten aus kolonialen Kontexten – eine Frage, welche die Wissenschaft weiterhin begleiten wird.

Auf diesen Vortrag folgte der Roundtable mit dem Thema „Herausforderungen, Wege und Erkennt-nisse in der Forschung – religiöse Artefakte im Museum“. Das Format ermöglichte den Tagungsteilnehmenden und der interessierten Öffentlichkeit, Eindrücke von den Forschungsprozessen der einzelnen Arbeitsbereiche und auch von den individuellen Promotionsarbeiten, die im Rahmen des Projektverbunds REDIM entstehen, zu gewinnen. Besonders betont wurde die Bereicherung durch den regelmäßigen Austausch innerhalb des REDIM-Projekts. Von einigen REDIM-Mitarbeiter:inne wurden die besonderen Herausforderungen bei der Forschung in Zeiten einer Pandemie geschildert.

Die geplante Keynote von Nanette J. Snoep, Direktorin des Rautenstrauch-Joest Museums in Köln, „RE: ANIMA wenn Objekte im Museum zum Leben erwachen“ musste leider ausfallen.

Das Panel III „Religious Objects as the play thing of hegemonic actors“ fand am letzten Tag statt und wurde von Dr.in Caroline Widmer, Dozentin am Institut für Religionswissenschaft an der Universität in Zürich und Kuratorin für indische Malerei am Museum Rietberg in Zürich, geleitet. Die Beiträge in diesem Panel behandelten Fragen und Zusammenhänge von religiösen Objekten, hegemoniale Akteur:innen und hegemonialer Interessen.

Dr. Simon Kofi Appiah präsentierte eine theoretische Perspektive, die für eine südliche Epistemologie plädiert. Er schlug die “liminale Ethnographie” als methodischen Ansatz vor und die Verwendung des Begriffs Kosmotheandrismus als Möglichkeit, emische Perspektiven in die Rekonstruktion von Wissen einzubeziehen.

Dr.in Patricia Rodrigues de Souza dokumentierte die Reise eines jungen Mädchens von der indigenen Gruppe Tupinambá, welche Objekte aus vorkolonialer Zeit wiederentdeckt, die sich heute in europäischen Museen befinden. Sie gab damit einen Einblick in emische Perspektiven.

Der letzte Beitrag in diesem Panel von Dr.in Susanne Rodemeier wies darauf hin, wie in der täglichen Praxis der Museen, die Provenienzforschung das Wissen über die Objekte bereichert und wie Verhandlungen Teil der Ausstellungspraxis sein könnten.

So unterschiedlich die Beiträge auch waren, die gemeinsame Schlussfolgerung war, dass die Klassifizierung von Museumsobjekten als “Kunst” oder als “Objekte” nur einen Teil der Menschheitsgeschichte darstellt. Bei Museumsobjekten handelt es sich um eine Erzählung, die mit einem westlich initiierten Prozess, der aus Artefakten Objekte macht und diese aus vorherigen Kontexten herauslöst, verbunden ist. In einer entkolonialisierten Welt sind in der Erforschung und musealen Präsentation von Objekten die Perspektiven der Hersteller:innen, der Personen und Gemeinschaften, die die Objekte einst besaßen bzw. nutzten sowie Theorien aus dem globalen Süden einzubeziehen, um der Polysemie der Objekte gerecht zu werden.

Das Panel IV „Art-ifacts between classifications” wurde von Dr. Mirko Roth, Postdoc am Fachbereich Religionsgeschichte der Universität Marburg, geleitet. Im Fokus des Panels stand das Phänomen, dass religiöse Artefakte in Museen oft als „Kunst“ deklariert werden.

Ferdinand Liefert M.A. stellte in seinem Vortrag die japanische Adaption museologischer Leitunterscheidungen nach europäischem Grundmuster in ethnologisches Museum (Hakubutsukan) einerseits und Kunstmuseum (Bijutsukan) andererseits vor.

Prof.in Dr.in Christa Frateantonio plädierte in ihrer Präsentation dafür, religiöse Materialien auch als solche in den Museen kenntlich zu machen und nicht, wie etwa im Afrikamuseum (Tervuren, Belgien), als “unrivaled art” zu deklarieren.

Prof.in Dr.in Ekaterina Teryukova beschrieb die Sammeltätigkeit des Sinologen V.M. Alekseev in China im beginnenden 20. Jahrhundert der Holzblockdrucke und andere Bilder religiösen Inhalts in großer Stückzahl nach Russland brachte, um diese als Grundlage für die wissenschaftliche Erforschung der chinesisch-folkloristischen Ikonographie zu nutzen.

Deutlich wurde in diesem Panel, dass das oben genannte Phänomen ein weitverbreitetes Vorgehen von Museen zu sein scheint. Auch wurde deutlich, dass ein Ding niemals etwas “an oder für sich”, sondern immer nur ein Ding “für uns” als relationales Objekt ist. Und so liegt es in der Macht von Ausstellungshäusern durch Musealisierung den Objektstatus eines Dings (im Laufe seiner Objektbiographie) wesentlich verändern zu können. Welche religionspolitischen Machtdiskurse hinter diesem Vorgehen im Einzelnen stecken, konnte jedoch nicht detailliert geklärt werden.

Während der Verabschiedung sprach Prof.in Dr.in Edith Franke, der Sprecherin von REDIM, die Abschlussworte. Dabei hob sie die Notwendigkeit, wissenschaftliche Forschung in internationale Kontexte einzubetten und unterschiedliche, interdisziplinäre Perspektiven einzubeziehen, um kulturwissenschaftliche Disziplinen weiterzuentwickeln hervor. Sie wies des Weiteren darauf hin, dass viele der aufgeworfenen Fragen im Rahmen einer einzelnen Tagung, und auch im Rahmen des REDIM Projekts, nicht abschließend diskutiert oder beantwortet werden konnten, sondern sie könnten vielmehr Impulse für die weitere Arbeit seien. Gerade die regelmäßigen Auseinandersetzungen und das kritische Hinterfragen des Umgangs mit religiösen Objekten in musealen Ausstellungen ist jedoch wichtig für eine reflexive Wissenschaft, so stellte sie heraus.

Entsprechend des Konferenzkonzepts reichten die Panelist:innen ihre Präsentationen bereits einige Wochen vor der Konferenz in Form von ca. 20minütigen Videos ein. Diese wurden allen Teilnehmenden zwei Wochen vor der Konferenz online zugänglich gemacht. Eine Kommentarfunktion bot die Möglichkeit, die Beiträge schriftlich zu diskutieren. In den Panels während der Tagung wurden die einzelnen Präsentationen jeweils kurz zusammengefasst und intensiv diskutiert.

Mit Blick auf das Tagungsformat lässt sich abschließend festhalten, dass eine digitale Konferenz viele Vorteile bot: Die im Vorhinein aufgenommenen Inputs machten es möglich, sich auf die Konferenz und die einzelnen Panels intensiv vorzubereiten und schufen einen äußerst fruchtbaren Diskussionsraum. Auch weil individuelle Verständnisfragen über die Kommentarfunktion im Vorfeld schriftlich beantwortet werden konnten, war es möglich während der Konferenz nach den kurzen Zusammenfassungen der Beiträge direkt in die inhaltlichen Diskussionen einzusteigen. Während der Tagung sorgte die Mischung unterschiedlicher Formate wie Panels, Roundtable, Keynotes, Videos und virtuelle Begegnungsräume für den informellen Austausch für Abwechslung, die der körperlichen Erstarrung in der Vereinzelung vor dem heimischen Bildschirm etwas entgegenwirkte. Zudem machte die digitale Durchführung die Konferenz mehr Personen zugänglich, da Reise- und Unterkunftskosten sowie bürokratische Einreiseschwierigkeiten wegfielen. Auch war es möglich, passive Teilnehmende unbegrenzt zuzulassen, da dafür keine zusätzlichen Kosten anfielen und der Tagungsort nicht überfüllt sein konnte. Die nachhaltige Ergebnissicherung und der weitere Austausch nach der Konferenz durch die offene Kommentarfunktion kann außerdem als positiver Aspekt vermerkt werden.

Insgesamt war die REDIM-Abschlusstagung eine gelungene internationale Konferenz. Der Austausch und die Diskussionen zwischen Universitäts-Professor:innen, akademischen Mittelbau und Museumsmitarbeiter:innen wurde als sehr fruchtbar und bereichernd empfunden. Außerdem eröffnete die Kon-ferenz Studierenden und Interessierten einen Einblick in die Komplexität der Erforschung religiöser Dinge im Museum.

*Wir danken Mirko Roth und Caroline Widmer sehr herzlich für ihre Mitarbeit an den Teilen zu den Panels III und IV.
**Der Verbund „Dynamiken religiöser Dinge im Museum“ (REDIM) steht unter der Leitung von Prof.in Dr.in Edith Franke und dem Zentrum für interdisziplinäre Religionsforschung der Philipps-Universität Marburg. Betei-ligt sind die Religionswissenschaft und Religionsgeschichte der Philipps-Universität sowie die Religionskundliche Sammlung in Marburg, das Grassi Museum für Völkerkunde zu Leipzig und das Dommuseum in Frankfurt/Main.

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