Ganesha on Tour

Religiöse Dinge erforschen – wie geht das eigentlich?

Wir schicken eine kleine Ganesha-Figur auf Reisen zu den verschiedenen Standorten des Forschungsverbunds REDIM. Dort trifft er auf die Mitarbeiter/innen von REDIM und stellt sie Ihnen vor. Dabei erfährt Ganesha, wie die Erforschung religiöser Dinge funktioniert. Auf Instagram teilt er seine Erlebnisse mit Ihnen.

Mit diesem Kanal wenden wir uns insbesondere an Schüler/innen und Studienanfänger/innen. Wir geben hier Einblicke in unsere Arbeit – das erforschen religiöser Dinge – und hoffen, auf diesem Weg Interesse an kulturwissenschaftlichen Fragen zu wecken und zum Nachdenken über die eigene Gesellschaft und den Umgang mit Religionen anzuregen.

Verfolgen Sie Ganeshas Reise auf Instagram!

Hier erfahren Sie, was bisher geschah.


14. August:
Namaste und Hallo, im Moment befinde ich im Urlaub im wunderschönen Münster und habe vor lauter Entspannung doch glatt den Welttag der Elefanten gestern vergessen! Auch mein Elefantenhirn scheint vollständig auf Urlaub eingestellt zu sein… Darum sende ich Euch, besser spät als nie, elefantenstarke Grüße aus Münster! 🐘☀️


2. August:
Namaste und Hallo! Immer wieder muss ich feststellen, dass ich mich großer Beliebtheit unter den Menschen erfreue und das nicht nur unter Hindus, wo ich aufgrund meiner Aufgabe als Überbringer des Glückes immer gerne gesehen werde.
Aber auch in nicht-hinduistischen Gesellschaften bin ich eine oft verwendete Figur, oder Symbol. In letzter Zeit, hat es mir eine Abbildung von mir besonders angetan. Bei einem meiner vielen Ausflüge ist mir dieses Portrait von mir in einem Tattoostudio in Wetzlar, in der Nähe von Marburg begegnet. Da hat mich jemand wirklich gut getroffen und mich sogar mit meinem Reittier der Ratte, oder der Maus abgebildet. Aber es sind noch weitere Merkmale meiner göttlichen Person zu sehen. Wie zum Beispiel mein einziger Stoßzahn, über das Verschwinden meines zweiten Stoßzahnes gibt es einige Mythen. Auch die Lotusblüte in einer meiner linken Hände ist sehr charakteristisch für mich! Fallen Euch noch weitere Merkmale von mir auf, die auf diesem Bild zu sehen sind?🐘


19. Juli:
Namaste und Hallo! Vom 25.6-29.6. fand in in Tartu, Estland die 17. Konferenz der Europäischen Vereinigung für Religionswissenschaft (EASR) statt. Die Tagung hatte das Thema „Religion – Kontinuität und Bruch“ und natürlich waren auch Vertreterinnen von REDIM mit dabei! Unsere Sprecherin Frau Prof. Dr. Edith Franke und Anna Matter, ein assoziiertes Mitglied des Projektes und Antragstellerin haben beide erfolgreich einen Vortrag gehalten. Anna hat ihren Vortrag über ihr Promotionsthema gehalten, welches sich mit so genannten Heilsteinen beschäftigt.
Während den warmen Tagen hier in Marburg waren die Temperaturen in Tartu viel angenehmer. In ihrer Zeit in Estland hat sich Anna Matter auch das National Museum von Estland angesehen, sie hat dort sogar eine private Führung erhalten! Sie war auch sehr begeistert von den digitalen und modernen Präsentationskonzepten im Museum.
Und es gibt noch eine erfreuliche Nachricht, es ist nämlich ein Auslandskorrespondent aus Estland mit nach Marburg gekommen, den ich das erste Mal treffen durfte. Ein estnischer Elch! Es war ein spannendes Treffen mit viel Gesprächsstoff.


5. Juli:
Namaste und Hallo! Ihr fragt Euch jetzt bestimmt, wer ist das denn?! Um die Frage vorab zu beantworten, nein, ich habe mein Styling nicht geändert. Das hier ist ein entfernter Verwandter von mir, dem ich sehr dankbar für seine Unterstützung in Japan bin. Aber fangen wir von vorne an: Vor ein paar Wochen ist Ferdinand Liefert nach Japan gereist. Ich wollte eigentlich mit und mir auf der anderen Seite der Welt angucken, mit was Ferdinand sich da eigentlich beschäftigt. Allerdings wurde daraus nichts. Aufgrund von Zollbestimmungen konnte ich meinem Beinamen „der Überwinder aller Grenzen“ keine sonderlich große Ehre machen. Ich musste in Marburg bleiben, um nicht Gefahr zu laufen irgendwo vom Zoll einkassiert zu werden. Aber zum Glück hat mein Elefantenhirn einen genialen Plan ausgeheckt! Folgendes ist passiert: Ferdinand Liefert hat die Reise alleine angetreten. ABER in Japan ist er dann auf meinen Verwandten getroffen, der mich dann in Japan als REDIM-Botschafter vertreten hat. Weil wir uns so lange nicht gesehen haben, ist er gleich zurück mit Ferdinand nach Marburg geflogen. Wir haben uns getroffen und gemeinsam die Fotos aus Japan angesehen. Die beiden hatten viel Spannendes von ihrer Reise zu erzählen! Ferdinand hat unter anderem über seine Interviews berichtet, die er mit Kurator*innen und Student*innen in Tenri und im Miho-Museum geführt hat, um mehr zu sein Forschungstehma Religiöse Museen als Medien materialer Religion zu erfahren. In seinem Projekt beschäftigt er sich mit der Frage,  inwieweit die institutionelle Eingebundenheit und die Charakteristika (oder Charakteristiken) der Museen sich gegenseitig beeinflussen. Ein bisschen neidisch war ich da schon…


21. Juni:
Namaste und Hallo, Äpfel, Birnen und Religionen? Das hört sich nach einer guten Mahlzeit an! Deshalb war ich dabei, als das Zentrum für interdisziplinäre Religionsforschung zum öffentlichen Vortrag in der Aula der alten Universität eingeladen hat. Ich war gespannt, was Prof. Dr. Oliver Freiberger von der Universität in Texas at Austin so auftischen würde. Das Thema war der Religionsvergleich und sein Nutzen für die Forschung. Ehrlich gesagt war ich etwas irritiert, als ich gemerkt habe, dass es um das Sprichwort „Man kann Äpfel nicht mit Birnen vergleichen“ geht, und nicht um einen leckeren Snack. Aber ich muss zugeben, der Vortrag war faszinierend: Sind Religionen unvergleichbar, oder kann ein Verglich helfen durch genaueres Betrachten mehr über Religionen heraus zu finden?
Das Vergleichen ist ein Prozess des Denkens, den wir nicht nur im Alltag anwenden, sondern auch in der Wissenschaft. In der Religionswissenschaft hat der Vergleich eine lange Geschichte, heute wird er aber häufig kritisiert. Vorwürfe sind, dass Aspekte von Religionen aus ihrem Zusammenhang gehoben werden, es darum geht ein einheitliches Wesen aller Religionen zu finden oder Vorurteile zu bestätigen. Herr Freiberger nahm diese Kritik ernst und schlug vor, die Methode des Vergleichs kritisch zu hinterfragen. Es geht für ihn nicht darum Religionen zu vergleichen, um Ähnlichkeiten oder Gemeinsamkeiten zu finden, das Ergebnis der Forschung muss offenbleiben. Seine Methode des Vergleichs soll vor allem dabei helfen, ein besseres Verständnis für die Glaubenssysteme zu entwickeln. Herr Freiberger vertritt die Meinung, dass hauptsächlich das Sprechen über religiöse Praktiken ein Bild über Religionen erzeugt. Dahinter verbirgt sich somit auch die Frage, was Menschen alles unter Religionen verstehen können. Am Ende waren wir wieder beim Obst, als Prof. Freiberger feststellte, dass der Vergleich für die Religionsforschung fruchtbar ist. Beim anschließenden Empfang gab es dann zu meiner Freude doch noch Obst, nämlich getrocknete Äpfel, Birnen und Datteln. 🐘🍎🍐


7. Juni:
Dommuseum Frankfurt – ist ja klar, dass ich da religiöse Dinge sehen werde! Aber dann werden in der aktuellen Ausstellung z.B. Amputationsmesser gezeigt. Thema der Ausstellung ist nämlich die 750 jährige Geschichte von einem christlichen Krankenhaus in Frankfurt…Kompliziert! Die Idee, das Krankenhaus zu gründen war die christliche Nächstenliebe, also eine religiöse Idee – aber wird das Amputationsmesser dadurch schon zu einem religiösen Ding? Und was war wohl das allererste religiöse Ding in einem Museum? Die Arbeit von Kea Johannsen jedenfalls riecht eindeutig nach Staub und altem Papier und ein bisschen nach Weihrauch, denn auf dem Weg ins Depot kommen wir durch die Sakristei des Doms. Aber das Archiv schaue ich mir bei meinem nächsten Besuch im Dommuseum Frankfurt an.


24. Mai:
Namaste und Hallo, letzte Woche Donnerstag und Freitag hatte REDIM eine interne Tagung in Frankfurt. Dies habt ihr vielleicht auch in meiner Story mitverfolgt, die ich Freitag gepostet habe. Es waren wirklich sehr aufregende Tage für mich, weil es mein erstes Mal auf einer Tagung war und dann auch noch eine von REDIM! Alle PromoventInnen und ProjektmitarbeiterInnen haben ihre Themen vorgestellt und Feedback vom internationalen Beirats, der assoziierten Mitglieder, ProjektleiterInnen, der Sprecherin Frau Franke und natürlich mir bekommen. In gemeinsamen Diskussionen wurden die Ideen und Fortschritte der Projekte besprochen. Es war eine fantastische Möglichkeit alle Leute, die Teil von REDIM sind, kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Sehr anregend war auch der öffentliche Vortag von Frau Dr. Wenzel vom Jüdischen Museum Frankfurt. Sie hat über einen Themenbereich gesprochen, der viele REDIMs nachhaltig zum Denken angeregt hat – das Museum als Ort mit Empathie.


19. Mai:
Zum #internationalmuseumsday2019 und im Sinne des letzten Tages der #museumweek2019 teilen wir mit Euch dieses Bild mit einigen #REDIM Objekten. Das Motto des Tages lautet #friendsmw Wir möchten darum mit diesem Foto besonders unsere Partner und Beiratsmitglieder @museumrietberg @britishmuseum @minpakuofficial @religionmuseum grüßen, sowie das Dommuseum in Frankfurt, das BMBF und das Grassimuseum in Leipzig. 🤝Foto: Heike Luu


18. Mai:
Heute ist das Thema der #museumweek2019 #photomw . Wir möchten Euch darum gerne dieses schöne Foto von Ganesha vor dem tollen Ausblick der Religionskundlichen Sammlung zeigen!🌼










17. Mai:
Zum Thema #exploremw der Themenwoche #museumweek2019 präsentieren wir das alte Inventarbuch der Religionskundlichen Sammlung in Marburg!













16. Mai:
Für den heutigen #rainbowmw der #museumweek2019 haben wir uns für ein Bild der Kümmernis entschieden, das in unseren Ausstellungsräumen in der Abteilung Christentum hängt. Ein Mensch am Kreuz mit Brüsten und Bart. Die Bilder der Kümmernis irritieren und faszinieren unsere Besucher/innen oft. Sie fragen: Wieso hängt dort eine Frau am Kreuz? Wieso hat sie einen Bart? Oder ist es ein Mann mit Brüsten? Das Bild der Kümmernis macht uns deutlich, welche Erwartungen wir haben – daran, wer im Christentum verehrt wird, wie eine Frau auszusehen hat und was männliche Eigenschaften sind. Das Bild macht uns deutlich, wie sehr es uns irritiert, wenn unsere Erwartungen nicht erfüllt werden und wie sehr wir versuchen, das, was wir wahrnehmen, mit unseren Erwartungen
in Einklang zu bringen. Lange war die Deutung der Geschichte und der Bilder der Kümmernis eindeutig: Die Kümmernis war eine Frau und ihr Bart galt als Verunstaltung. Die Kümmernis hatte den christlichen Gott darum gebeten, nicht den „Heiden“ heiraten zu müssen, den ihr Vater für sie ausgesucht hatte. Daraufhin wuchs ihr ein Bart und ihr Wunsch erfüllte sich: Heiraten musste sie nun nicht mehr, denn sie wurde nun wegen ihres Barts als „verunstaltet“ betrachtet. Ihr Vater bestrafte sie dafür aber mit dem Tod am Kreuz.Heute ist unsere Betrachtung der Kümmernis geprägt von Conchita Wurst und der LGBT-Bewegung. Die Unterhaltungen mit den Besucher/innen über die Kümmernis sind vielschichtiger geworden.


15. Mai:
Die Religionskundliche Sammlung der Philipps-Universität Marburg und der Forschungsverbund REDIM sind jetzt bei der #museumweek2019 dabei. Heute zeigen wir euch zum #playmw diese kleine Figur eines Skeletts, das Gitarre spielt. Die Figur ist Teil eines „Totenaltars“ (Ofrenda) zum mexikanischen Día de Muertos, dem Tag der Toten. Bei diesem Fest verbinden sich prä-hispanische, religiöse und christliche Vorstellungen und Rituale miteinander. Das Objekt ist 2012 in die Religionskundliche Sammlung gekommen zusammen mit zahlreichen anderen Objekten, die zu verschiedenen Altären unterschiedlicher Religionen gehören.
Foto: Heike Luu.


10. Mai:
Namaste und Hallo! Ich bin wieder in Marburg. In der Religionskundlichen Sammlung um genau zu sein. Die Mitarbeiterinnen
haben sich riesig gefreut mich wiederzusehen. Bei meinem Treffen mit Dr. Susanne Rodemeier hat sie mir eines der Objekte gezeigt, das sie erforscht: Takula aus Nias, einer Insel vor Sumatra (Indonesien). In diese Figur konnte der Geist eines Ahnen schlüpfen, wenn seine Nachkommen ihn riefen und ihn um Hilfe bitten wollten. Im Gegenzug haben seine Nachkommen Rituale für ihn abgehalten und ihm während der Rituale zu Essen gegeben. Das war die Abmachung. So blieben die Lebenden und die Verstorbenen über Jahrhunderte in Kontakt. Was wohl mit dem Ahnen und seinen Nachfahren passiert ist als Takula zu uns nach Marburg gebracht wurde? In der Sammlung machen wir keine Rituale für Takula. Wir gehen aber ganz vorsichtig mit ihm um: Wir fassen ihn nur mit Handschuhen an und im Magazin (Lagerraum) ist es meistens dunkel, damit das Sonnenlicht das Objekt nicht beschädigt. Susanne will mehr darüber herausfinden, wie Takula in die Sammlung gekommen ist. Ich bin noch etwas bei ihm geblieben. Ob ich wohl noch etwas von dem Geist des Ahnen spüren kann, wenn ich ihn rufe.


26. April:
Namaste und Hallo, meine Zeit im Grassi Museum geht zu Ende. An meinem letzten Tag in Leipzig, habe ich noch einen Ausflug in den Zoo Leipzig gemacht. Da wollte ich entspannen und erst einmal nicht mehr über religiöse Dinge nachdenken. Aber dann habe Verwandte getroffen! Ganeshas im Zoo Leipzig! Ich dachte immer, dass Ganeshas vor allem in Indien wohnen. Diese Mitglieder meiner Familie wohnen aber gar nicht in Indien, nicht in Tempeln und auch nicht in einem Museum! Ganeshas gibt es also auch an allen möglichen Orten! Wer hat sie denn dahin gebracht? Und warum? Haben diese Ganeshas etwas mit Religion zu tun? Sind sie religiöse Dinge, wenn sie im Zoo stehen? Ist das Kunst? Oder Deko? Sind Euch auch schon mal ein paar Bekannte von mir oder andere religiöse Dinge unterwegs begegnet? Falls auch Ihr auf solche Dinge stoßt dann zeigt mir gern ein Foto von Ihnen. Ich freue mich auf Eure Post. Mit einer Verlinkung und dem Hashtag #religiösedingeimalltag finde ich sie dann auch ganz schnell.


12. April:
Namaste und Hallo, neulich hat mir Pardis Eskandaripour endlich etwas darüber erzählt, was religiöse Dinge sind. Sie hat mir erklärt: „Wir können zum Beispiel sagen: Ein Gegenstand ist ein religiöses Ding, wenn Menschen sagen, dass er zu einer Religion gehört. Dabei sind sich die Menschen nicht immer einig: Für manche Menschen ist ein
Gegenstand ein religiöses Ding – für andere ist genau der gleiche Gegenstand nicht religiös. Wir können auch sagen, ein Gegenstand ist
ein religiöses Ding, weil er in einer Art und Weise benutzt wird, die wir Religionswissenschaftler/innen als religiös bezeichnen.“
Darüber musste ich erst einmal nachdenken! Wir haben dann zur Entspannung einen Rundgang durch das GRASSI Museum gemacht. Dabei hat Pardis mir auch einige Verwandte vorgestellt: Ganeshas – die alle ganz unterschiedlich aussehen! Ganesha wird zum Beispiel im Hinduismus verehrt. Viele Menschen sagen, dass der Hinduismus eine Religion oder ein Komplex aus mehreren verschiedenen Religionen ist. Sind die Ganesha-Figuren also religiöse Dinge? Warum stehen sie im Museum? Und wenn sie im Museum nicht verehrt, sondern angesehen werden – von Menschen, die nicht religiös sind – sind sie dann keine religiösen Dinge mehr? Fragen über Fragen! Mir brummte schon wieder mein Elefantenschädel.


26. März:
Namaste und Hallo, mein erster Tag im Grassi Museum ist schon länger her. Heute möchte ich euch von diesem Tag berichten. Als erstes habe ich Pardis Eskandaripour getroffen. Sie arbeitet für REDIM im Grassi Museum. Sie hat mir ein paar Objekte gezeigt: Eine Figur der ägyptischen Katzengöttin Bastet, eine Nachbildung der Venus von Willendorf, ein zoroastrisches Faravahar-Symbol, eine Gebetskette aus Kerbela im Irak, ein Modell einer Kirche, ein christliches Kreuz, eine Buddha-Figur und einen Verwandten, einen Ganesha! Ich habe sie gefragt, ob das religiöse Dinge sind. Ihre Antwort war: „Das kommt darauf an, wen Du fragst.“ – „Na toll,“ dachte ich, „das war jetzt eine typische Antwort einer Religionswissenschaftlerin!“ Leider hatte ich keine Zeit mehr noch einmal nachzufragen. Wir mussten dann nämlich zum Empfang der neuen Direktorin des Grassi, Frau Meijer-van Mensch, gehen. Sie gehört nun auch zu REDIM. Darüber freuen sich alle sehr. Also wurde erst einmal ein wenig gefeiert. Ich bleibe aber dran! Ich werde eine Antwort auf meine Frage, was ein religiöses Ding ist, noch bekommen.


13. März:
Namaste und Hallo, mein Name ist Ganesha. Einige kennen mich vielleicht schon als Glücksbringer. Vor einigen Jahren bin ich aus Indien nach Marburg gekommen. Nun habe ich eine neue Arbeit. Ich soll die Menschen besuchen, die bei REDIM arbeiten. REDIM ist eine Gruppe aus Wissenschaftler*innen, die an unterschiedlichen Orten herausfinden wollen, wie religiöse Dinge ins Museum kommen und was Menschen über Religionen lernen, wenn sie sich religiöse Dinge im Museum ansehen. REDIM steht übrigens für „Dynamiken religiöser Dinge im Museum“.
An meinem ersten Arbeitstag nimmt mich Frau Prof. Dr. Franke aus Marburg mit und fährt mit mir im Zug nach Leipzig. In Leipzig bringt sie mich ins @grassimak . Ich bin gespannt, wen ich dort treffe und ob mir dort jemand sagen kann, was das überhaupt ist – ein religiöses Ding. Begleitet mich auf meinen Erkundungen durch das Grassi Museum und auf meiner weiteren Reise.